„Ich bin nicht gut genug!“

„Ich kann das nicht!“

„Ich bin nicht wichtig. / Meine Meinung ist nicht wichtig!“

„Bei mir zahlen die Kund*innen niemals diesen Preis!“

„Wenn ich mich sichtbar mache, werde ich von anderen abgelehnt!“

„Ich bin nicht liebenswert!“

Das alles sind Beispiele für limitierende Glaubenssätze. Vielleicht kennst du ja auch selbst einige davon?

Wenn ja, dann kann ich dir sagen, dass das ganz normal ist!

Wir alle haben limitierende oder negative Glaubenssätze in uns. Manchmal sind sie sehr prominent und aktuell, manchmal zeigen sie sich vermehrt, wenn wir uns weiterentwickelt und eine neue Stufe erreicht haben, wenn wir die Grenzen unserer Komfortzone erweitern und so vor neuen Herausforderungen stehen.

Nicht selten – und ich kenne das auch von mir selbst – begegnet mir die Ansicht, dass wir erst all unsere limitierenden Gedanken ablegen müssten, bevor wir XYZ anpacken, bevor wir mit ABC starten oder damit wir endlich Erfolg oder Erfüllung finden.

Da muss ich dich leider gleich von Anfang an enttäuschen. In diesem Blogartikel zeige ich dir zwar, wie du deine Glaubenssätze auflösen und transformieren kannst, sodass sie dir dienlich sind, aber dieser Prozess ist nie abgeschlossen. An unterschiedlichen Momenten in unserem Leben zeigen sich unterschiedliche Glaubenssätze, manchmal gibt es sogar Glaubenssätze, die immer wieder in unterschiedlicher Form hochkommen.

Die Arbeit mit Glaubenssätzen ist also ein on-going Prozess. Aber auch ein wichtiger, der dir nicht nur in deinem Business, sondern auch in anderen Lebensbereichen hilft, dich weiterzuentwickeln und deine Ziele zu erreichen.

Glaubenssätze: Definition und Beispiele

Zunächst klären wir mal, was Glaubenssätze sind. Oft wird der Begriff sofort mit einer negativen Note belegt. Glaubenssatz ist gleich was Negatives, woran wir arbeiten müssen. Aber das stimmt so gar nicht! Es gibt sowohl negative Glaubenssätze, die dich in deinem Leben und im Business limitieren und blockieren können. Es gibt aber auch positive Glaubenssätze, die förderlich und dir dienlich sind.

Woher kommen Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind tief sitzende Überzeugungen über dich selbst, deine Mitmenschen, deine Umwelt, die Gesellschaft, die Welt. Häufig entstehen sie bereits in deiner Kindheit durch Erziehung oder die Sozialisation. Einmal entstanden, suchen wir unbewusst immer wieder nach der Bestätigung im Außen. So verstärken wir den Glaubenssatz als wirkliche Überzeugung und hinterfragen ihn auch nicht mehr.

Glaubenssätze können aber auch zu einem späteren Zeitpunkt im Leben entstehen, zum Beispiel durch Traumata oder auch durch Erfahrungen, die immer wieder erlebt wurden.

Unser Gehirn versucht ja so effizient wie möglich zu arbeiten, deswegen verschwendet es bei Tätigkeiten oder Gedanken, die nicht mehr hinterfragt oder gelernt werden müssen, keine bewusste Hirnkapazität mehr und schaltet auf Autopilot. Das ist so beim Zähneputzen oder beim Autofahren – und dort auch super hilfreich, wenn du nicht jede Bewegung bewusst ausführen musst. Bei unseren Glaubenssätzen ist das aber auch so. Und das macht es dann nicht immer so leicht, limitierende Gedanken zu erkennen und aufzulösen. Weil sie eben komplett unbewusst ablaufen und somit als blinde Flecken in uns schlummern.

Es ist aber nicht unmöglich, sie aufzudecken!

In diesem Blogpost zeige ich dir das Vorgehen zum Auflösen und Transformieren von limitierenden Gedanken. Falls du dir dafür eine Partnerin an deiner Seite wünschst, dann schau gern mal bei meiner Mastermind für selbstständige Frauen vorbei. Neben der Arbeit in der Gruppe, nehmen wir uns in individuellen 1:1 Sessions auch die Zeit, um z.B. an deinen limitierenden Glaubenssätzen zu arbeiten.

Wie beeinflussen uns Glaubenssätze?

Zu dieser Frage möchte ich dir gern folgenden Kreislauf vorstellen:

Gedanke → Gefühle → Handlungen → Erfahrung → Identität → Gedanke → Gefühle → Handlungen → usw.

Der sogenannte Kreislauf deiner eigenen Realität beschreibt, dass das Bild, dass du von deiner eigenen Umwelt oder deiner Realität hast, von deinen eigenen Gedanken beeinflusst und geformt wird.

Machen wir das Ganze mal an einem Beispiel deutlich.

In dir schlummert der limitierende Glaubenssatz „meine Bedürfnisse sind nicht wichtig“ (Gedanke), das lässt dich unsicher fühlen (Gefühl) und du traust dich nicht für dich und deine Bedürfnisse einzustehen. Du sagst zum Beispiel Ja, obwohl du nicht mit ins Kino gehen möchtest (Handlung). Das Nicht-Nein-Sagen zieht sich auch durch andere Lebensbereiche (Kreislauf), wie Job oder Beziehung und überall machst du die Erfahrung, dass keiner richtig nachfragt und dich und deine Bedürfnisse wirklich wahrnimmt. Weil du sie eben nicht zeigst. Das formt deine Identität „Ich bin unwichtig“. Dein limitierender Glaubenssatz ist „bewiesen“ und verstärkt sich durch die Wiederholungen immer mehr.

Die gute Nachricht: Wir können aus dem Kreislauf aussteigen und durch eine Transformation unsere Gedanken umlenken und somit unser Unterbewusstsein beeinflussen. Dazu weiter unten mehr.

Beispiele für negative / limitierende sowie positive / förderliche Glaubenssätze

Zu Beginn des Artikels konntest du schon einige Beispiele für negative Glaubenssätze lesen. Jetzt möchte ich dir noch ein paar weitere Beispiele für limitierende Glaubenssätze aus zum Teil verschiedenen Lebensbereichen und im Gegensatz dazu auch förderliche Glaubenssätze aufzeigen.

 

Negativer / Limitierender Glaubenssatz Positiver / Förderlicher Glaubenssatz
Ich kann das nicht! Ich kann das noch nicht, aber ich kann es lernen!
Ich kann bereits viel und lerne täglich dazu!
Meine Arbeit ist nichts wert! Meine Arbeit ist wichtig und leistet einen wichtigen Beitrag für XYZ!
Ich bin nicht liebenswert! Ich bin liebenswert!
Ich trage dazu bei, dass auch andere erkennen, was an mir liebenswert ist.
Ich darf keine Fehler machen! Fehler sind erlaubt und wichtige Learnings auf dem Weg!
Ich muss es perfekt machen! Es ist OK, Fehler zu machen!
Hilfe annehmen ist schwach! Ich kann Hilfe gern annehmen!
Geld verdienen ist harte Arbeit! Geld fließt mit Leichtigkeit zu mir!
Reiche Menschen sind schlecht! Mit Geld kann ich viel Gutes tun! Es gibt viele reiche Menschen, die Gutes tun!
Kund*innen zu finden ist schwer! Kund*innen finden mit Leichtigkeit zu mir!

Übrigens habe ich in diesem Artikel bereits verschiedene Glaubenssätze vorgestellt, die uns in unserem Marketing zurückhalten. Lies doch mal rein!

perfekt auf Pinterest starten

Du willst dir ein nachhaltig erfolgreiches Business aufbauen?

Melde dich hier zum E-Mail-Kurs 10 essentielle Bausteine für dein Online-Business für 0€ an

Limitierende Glaubenssätze auflösen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Glaubenssätze erkennen und sich bewusst machen

Wie bereits oben erwähnt, ist dieser Schritt oft gar nicht so leicht. Denn häufig sind unsere limitierenden Glaubenssätze gar nicht so eindeutig zu erkennen. Ein Hilfsmittel kann dir das Lebensrad liefern, mit dessen Hilfe du dir verschiedene Lebensbereiche anschaust. Sobald du einen Lebensbereich herausgefunden hast, der noch nicht ganz rund läuft, untersuchst du ihn mal genauer:

  • Was denkst du über diesen Lebensbereich?
  • Was hast du bei deinen Eltern oder anderen Bezugspersonen dazu gehört?
  • Welche Gedanken kommen bei dir hoch, wenn du an Personen denkst, die in diesem Lebensbereich bereits Erfüllung gefunden haben?

Aber auch wenn du vor Herausforderungen stehst, oder dich wie festgefahren fühlst und einfach nicht weiterkommst, ist es nicht so unwahrscheinlich, dass limitierende Gedanken ihren Teil dazu beitragen.

Und wo prokrastinierst du? Wo schiebst du etwas vor dir her, was dich eigentlich weiterbringen würde? Frag dich, woran das liegen könnte?

2. Woher kommt der Glaubenssatz

Hast du einen Glaubenssatz identifiziert? Super! Dann schauen wir jetzt einmal genauer hin. Woher stammt diese tiefe innere Überzeugung?

Hier geht es nicht darum, eine*n Schuldige*n zu finden. Sondern ganz im Gegenteil. Anstatt jemandem Vorwürfe dafür zu machen und dich als Opfer darzustellen, geht es hier darum, ein Verständnis für den Ursprung zu finden, um so besser loslassen zu können. Und vielleicht möchtest du sogar Vergebungsarbeit leisten. In den allermeisten Fällen ist es ja kein böser Wille deiner Eltern oder anderen Bezugspersonen, die dir diese Überzeugung mitgegeben haben. Sie haben selbst eigene Überzeugungen mitbekommen und handeln nach besten Wissen und Gewissen.

3. Gibt es Gegenbeweise für diesen Glaubenssatz?

Nun entkräftest und widerlegst du deinen Glaubenssatz! Du nimmst ihm sozusagen die Absolutheit!

Frage dich:

  • Ist dieser Gedanke immer und zu 100% wahr?
  • Gibt es mindestens EINEN Gegenbeweis bei anderen Menschen?
  • Gibt es mindestens EINEN Gegenbeweis bei mir selbst?
  • Mach eine Sammlung von Gegenbeweisen, die deine Überzeugung bröckeln lassen!

4. Das Geschenk hinter dem Glaubenssatz erkennen

    Das Geschenk hinter einem Glaubenssatz ist ein ganz spannendes Thema. Denn es versöhnt dich ein wenig mit dem negativen Gedanken. Im Grunde bedeutet es, dass jeder negative oder limitierende Gedanke, der uns in vielen Situationen nicht wirklich förderlich ist, auch eine positive Gegenseite hat. Diese hat sich sozusagen aus diesem Denken heraus entwickelt. Häufig handelt es sich dabei um ein Verhalten, das andere an dir schätzen.

    Ein Beispiel: Wenn dein limitierender Gedanke ist, nicht gut genug zu sein, strengst du dich vielleicht besonders gut an und treibst dich selbst zu Höchstleistungen.

    5. Problemnutzen erkennen

    Auch das Thema Problemnutzen ist super spannend, aber nicht ganz so greifbar. Ich will es mal an einem ganz einfachen Beispiel erklären.

    Dein dich limitierender Gedanke ist, „Ich bin ein Technik-Looser“. Für dich ist das auch gleichzeitig eine Art Ausrede dafür, dich nicht damit zu beschäftigen und anderen den Vortritt zu lassen und ggf. Fehler direkt von Anfang an zu vermeiden. Der Glaubenssatz nutzt dir also bei einem Problem und schützt dich davor, Fehler zu machen! Allerdings „schützt“ oder eher bewahrt es dich auch davor dich selbst weiterzuentwickeln.

    6. Entscheidung treffen: Bereitschaft zum Loslassen

    Nachdem du nun erkannt hast, was dein limitierender Glaubenssatz ist, welches Geschenk damit verbunden ist, aber vor allem auch, welchen Problemnutzen du daraus ziehen kannst, kommt jetzt eine ganz wichtige Entscheidung:

    Bist du bereit, den Glaubenssatz zu transformieren und somit auch den Problemnutzen loszulassen?

    Sei hier ganz ehrlich mit dir selbst! Und ich kann auch verstehen, dass das keine leichte Entscheidung ist. Durch das Loslassen des Problemnutzens wirst du auf jeden Fall an die Grenzen deiner Komfortzone gelangen.

    Wenn du dir allerdings bewusst bist, dass auf der anderen Seite des Glaubenssatzes etwas Großes und Wichtiges für dich wartet, für das du bereit bist den großen Schritt zu wagen, dann ist die Entscheidung gefallen.

    7. Neuen Glaubenssatz definieren

    Die Entscheidung ist gefallen: Du möchtest den Glaubenssatz auflösen – wunderbar!

    Dann geht es jetzt darum, den Glaubenssatz zu erneuern. Was möchtest du stattdessen glauben? Und hier solltest du darauf achten, nicht nur eine Umkehrung des negativen Glaubenssatzes zu formulieren.

    Wichtig ist vor allen Dingen, dass es für dich realistisch ist. Vor allem bei hartnäckigen, tiefen Überzeugungen fühlt sich die reine Umkehrung oft nicht glaubhaft an.

    Beim Glaubenssatz „Ich bin nicht liebenswert“ könnte die konstruktive Umformulierung statt „Ich bin liebenswert“ wie folgt lauten: „Ich erkenne jeden Tag ein Stück mehr, wie liebenswert ich bin“.

    Deine positiven Glaubenssätze werden zu positiven Affirmationen, positiv formulierte Sätze, die dir eine tägliche Erinnerungshilfe und Motivation sind.

    8. Glaubenssatz transformieren – komm in die Umsetzung!

    Und last but not least. Für mich einer der wichtigsten Schritte, um limitierende Glaubenssätze aufzulösen.

    Affirmationen sind bereits wunderbare Tools und eine tolle Hilfestellung. Für mich sind sie aber nicht ausreichend oder vielmehr können sie einen Teil der Etablierung neuer Glaubenssätze ausmachen, aber nicht ausschließlich.

    Vor allem nicht bei tief sitzenden Glaubenssätzen. Um eine tiefe Überzeugung wirklich nachhaltige aufzulösen, brauchst du konkrete Schritte auf der Verhaltensebene.

    In meinen Coachings (Clarity-Coaching und Online-Business-Coaching) und auch in meiner Mastermind für selbstständige Frauen nutze ich ein Tool, das ich mittlerweile absolut liebe. Denn es hilft meinen Kundinnen, Umsetzungsschritte auf verschiedenen Ebenen zu integrieren. Ganz praktisch und wirklich alltagsnah bekommst du einen handfesten Plan zur Etablierung deines neuen Glaubenssatzes mit.

    Falls du dir selbst auch Unterstützung beim Auflösen eines Glaubenssatzes wünschst oder vielleicht auch erstmal herausfinden möchtest, wo es hakt und warum du in bestimmten Bereichen nicht weiterkommst, dann schau dich gern mal auf meiner Angebotsseite um. Ich freue mich, dir dabei zur Seite zu stehen.

     

    Limitierende Glaubenssätze auflösen Pin