In der Zeit  meiner Selbstständigkeit habe ich es selbst schon erlebt und vielfach bei anderen mitbekommen:

Einmal den Entschluss gefasst in die Selbstst√§ndigkeit zu starten, sind die meisten von uns super motiviert und Feuer und Flamme loszulegen. Im Vergleich zu vielen anderen hast du den Mut dazu, dir mit deinem Business ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen und das Leben vieler Menschen zu bereichern, sie zu unterst√ľtzen oder ihnen weiterzuhelfen. Das motiviert dich

Tja und dann?

Dann kommt oft die Erkenntnis:

Nur den Entschluss zu fassen dich mit deinem Thema selbstst√§ndig zu machen reicht leider nicht aus. Deine Wunschkund*innen m√ľssen auch wissen, dass es dich gibt, was du ihnen anbietest und warum sie unbedingt mit dir zusammen arbeiten sollten.¬†

Im Kopf rattert es:

  • Wie genau funktioniert das jetzt im Online-Business?¬†
  • Wie werde ich sichtbar?¬†
  • Welcher Marketing-Kanal ist der richtige f√ľr mich? Welche Strategie ist die richtige?
  • Wie finden mich meine Kund*innen?
  • Wie kann ich meine Angebote verkaufen?

Und von außen strömen jede Menge Informationen auf dich ein. Der eine Experte sagt, du brauchst diese Marketing-Strategie, die andere empfiehlt dir, mit diesem einen Kanal zu starten. Daneben siehst du, wie es andere machen, und vergleichst dich mit denjenigen, die bereits ein erfolgreiches Business haben. Du willst ja von Anfang an keine Fehler machen und am besten sofort perfekt starten.

Am Ende des Tages bist du verst√§ndlicherweise total verunsichert, f√ľhlst dich vielleicht sogar entmutigt und √ľberlegst, ob das wirklich so eine gute Idee war mit der eigenen Selbstst√§ndigkeit. Oder aber du h√§ltst dich an vermeintlich wichtigen Dingen auf (eine Website bauen, o.√§) und dass du f√ľr andere sichtbar wirst, verschiebt sich immer weiter nach hinten.¬†

In diesem Blogartikel möchte ich dir zeigen, warum Marketing und Mindset untrennbar zusammenhängen. Du erfährst einige der häufigsten limitierenden Mindset-Gedanken, die uns Steine in unseren Marketing-Weg legen. 

Kleiner Disclaimer: ich zeige hier explizit jeweils nur eine beispielhafte M√∂glichkeit auf. Das hei√üt nicht, dass das 1:1 auf dich zu √ľbertragen ist. Das Ganze ist nat√ľrlich sehr individuell, da jede*r von uns eine ganz individuelle Geschichte mit individuellen Erfahrungen mitbringt. Ich m√∂chte dir damit einfach nur die Zusammenh√§nge verdeutlichen.

Glaubenssatz #1: Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll

Der Gedanke: Du bist v√∂llig √ľberfordert von all den M√∂glichkeiten, dich online zu zeigen, mit deinen Wunschkund*innen in Kontakt zu kommen und ihnen deine Expertise und deine Angebote zu zeigen. Blog, Podcast, SEO, Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest, YouTube, etc. pp. Der eine sagt so, die andere so und dann solltest du auch noch Content f√ľr alles erstellen? Wie soll das funktionieren? Ist neben den ganzen Marketing-T√§tigkeiten √ľberhaupt noch Zeit f√ľr das, womit du dich eigentlich mal selbstst√§ndig gemacht hast?¬†¬†

Das Resultat: Die √úberforderung, die Flut an Informationen und die Unsicherheit, was wirklich f√ľr dich relevant ist, l√§sst dich komplett erstarren. Du wei√üt nicht, wo du anfangen sollst und machst deswegen einfach nichts.¬†

Was dahinter stecken k√∂nnte: Schon mal von FOMO geh√∂rt? Fear Of Missing Out – die Angst, etwas zu verpassen. Das k√∂nnte ein m√∂glicher Grund sein, denn du hast das Gef√ľhl alles mitmachen zu m√ľssen, und kannst gar nicht selbst erkennen und entscheiden, was individuell f√ľr dich wichtig ist und was du getrost auch mal links liegen lassen kannst.¬†¬†

Wenn wir es aufl√∂sen: Zu lernen, dir und deinen Entscheidungen zu vertrauen, macht dich selbstsicherer und du kannst gelassener mit unterschiedlichen Informationen, die von au√üen auf dich einstr√∂men, umgehen. Mit einem gest√§rkten Selbstvertrauen, f√§llt es dir leichter, dich ohne schlechtes Gewissen von bestimmten Dingen abzugrenzen, die nicht relevant sind f√ľr dich.¬†¬†

    Glaubenssatz #2: Ich will alles perfekt machen

    Der Gedanke: Du erlaubst dir selbst keine Fehler, m√∂chtest dich nicht angreifbar machen. Das hemmt dich, mit ‚Äúunperfekten‚ÄĚ oder f√ľr dich ‚Äúunfertigen‚ÄĚ Dingen nach drau√üen zu gehen.¬†

    Das Resultat: Du verlierst dich in vielen kleinen Aufgaben und kommst vom H√∂ckchen zum St√∂ckchen (ist das der richtige Ausdruck?), die du dir letztendlich selbst vor den Weg schmei√üt. Denn du verlierst dabei das eigentlich Wichtige aus dem Blick: Dass du mit deinen Angeboten deinen potenziellen Kund*innen helfen kannst. Zum Beispiel verbringst du Stunden damit einen Instagram Post zu erstellen, der perfekt aussieht. Du nutzt die Zeit lieber f√ľr die Auswahl von Farben, Fotos, Schriftarten und Co. anstatt ein Angebot f√ľr potenzielle Interessent*innen zu erstellen.¬†

    Was dahinter stecken k√∂nnte: Du hast Angst oder Bedenken, wie andere √ľber dich urteilen. Wir sind ja schlie√ülich von Schule und Co. so gepr√§gt worden, bewertet zu werden, und in der Schulzeit haben wir uns auch ‚Äúperfekt‚ÄĚ auf Klausuren vorbereitet. Je besser, desto besser war auch das Ergebnis. Fehler wurden hingegen mit schlechten Noten bewertet.

    Wenn wir es aufl√∂sen: Diesen Gedanken des ‚Äúalles muss perfekt sein, um mich zu zeigen‚ÄĚ umzuwandeln und Fehler eher als Learning f√ľr deine pers√∂nliche Weiterentwicklung zu sehen, erlaubt dir eine viel entspanntere Sichtweise auf dein Business und das Thema Marketing. Du erkennst, dass wir alle nur mit Wasser¬† kochen und es f√ľr Interessent*innen, Follower*innen und potenzielle Kund*innen viel authentischer ist, dich bei einem Prozess mit all den Fehlern zu begleiten, als in einer nach au√üen hin perfekten Welt. Es macht dich nahbar und baut viel eher Vertrauen auf. Fehler sind schlie√ülich menschlich.¬†

    perfekt auf Pinterest starten

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    Glaubenssatz #3: Ich traue mich nicht, mich zu zeigen

    Der Gedanke: Du hast Bedenken, was andere dazu sagen, was du machst. Dabei bist du doch ein ganz harmoniebed√ľrftiger Mensch. Am liebsten w√ľrdest du es allen recht machen wollen und niemanden vor den Kopf sto√üen.¬†

    Das Resultat: H√§ufig ist die Angst, sich zu zeigen, so gro√ü, dass es dich unendliche √úberwindung kostet, wirklich mal in die Sichtbarkeit zu gehen. Wenn du es √ľberhaupt machst. Allerdings r√ľckst du dann auch nicht wirklich in das Blickfeld deiner Wunschkund*innen. Niemand wei√ü so recht, dass es dich gibt, was du √ľberhaupt anbietest und wie du helfen kannst. Die Auftragslage ist dementsprechend nicht ganz so wie erw√ľnscht.

    Was dahinter stecken k√∂nnte: Die Angst vor Ablehnung ist oft eine ganz elementare Urangst. Noch vor vielen, vielen tausenden Jahren, war es nun mal wichtig von der Gemeinschaft nicht ausgeschlossen zu werden. Da ging es zwar weniger um die Frage, was denken die anderen von mir, sondern um das nackte √úberleben. Und das haben wir immer noch in uns abgespeichert. Und vielleicht gab es auch mal Momente in deinem Leben, in denen du die Erfahrung gemacht hast, dass du mit dem, was du gesagt oder getan hast, andere Menschen, die dir wichtig waren, vor den Kopf gesto√üen hast. Das festigt dieses Denken nat√ľrlich noch mehr.

    Wenn wir es aufl√∂sen: In der Selbstst√§ndigkeit kommen wir immer wieder an Punkte, mit denen wir an die Grenze unserer Komfortzone gelangen. Egal in welchem Stadium du dich mit deinem Unternehmen befindest. Der Schritt sich zu zeigen, geh√∂rt f√ľr viele mit dazu. Sobald du ihn gegangen bist und es auch schaffst, dich regelm√§√üig zu zeigen – auf deine ganz eigene Art und Weise – dann bist du auch sichtbar f√ľr potenzielle Kund*innen. Du kannst dich als Person zeigen, deine Expertise und deine Angebote. Du baust Vertrauen auf und wenn du es mit der richtigen Strategie verbindest, wird dir das Verkaufen deiner Produkte auch langfristig nicht so schwerfallen.¬†

    Glaubenssatz #4: Ich bin nicht gut genug / Ich weiß nicht genug

    Der Gedanke: Du hast das Gef√ľhl, dass dir wesentliches Wissen zu deinem Thema fehlt und das, was du wei√üt, nicht ausreicht, um deine Kund*innen zu unterst√ľtzen. H√§ufig kommt auch das sogenannte Imposter-Syndrom oder auch Hochstapler-Syndrom zum Vorschein: ‚ÄúIrgendwann werde ich auffliegen und ich werde als Hochstapler enttarnt‚ÄĚ.¬†

    Das Resultat: Dieser Gedanke l√§sst dich unsicher werden und diese Unsicherheit sp√ľrt man h√§ufig in deinen Marketingaktivit√§ten. Und so auch deine Interessent*innen. Vielleicht nicht bewusst, aber sicherlich unterbewusst – ein m√∂glicher Grund, warum sie nicht bei dir buchen. Und vielleicht bist du das ein oder andere Mal sogar erleichtert, weil es nicht zu einer Zusammenarbeit kommt, weil du Angst hast, die Erwartungen der Kund*innen nicht erf√ľllen zu k√∂nnen.¬†

    Was dahinter stecken k√∂nnte: H√§ufig steckt fehlendes Selbstvertrauen dahinter – ein fehlendes Vertrauen in die eigenen F√§higkeiten. Bisherige Erfolge werden komplett unter den Teppich gekehrt und vielleicht sogar gar nicht erst als Erfolge angesehen. ‚ÄúAch das war doch nichts‚ÄĚ, ‚ÄúDas war nur Zufall / Gl√ľck / den Umst√§nden geschuldet‚Ķ‚ÄĚ sind dann ganz typische Aussagen. Der eigene Wert wird damit √ľberhaupt nicht gesehen und anerkannt.

    Wenn wir es aufl√∂sen: Wenn du dir deines eigenen Wertes bewusst bist und wei√üt, was du kannst, dann trittst du nat√ľrlich auch in deinem Marketing ganz anders auf. Du siehst die Erfolge in den Zusammenarbeiten mit deinen Kund*innen und kannst sie auch als solche anerkennen, was dein Selbstbewusstsein auch weiterhin st√§rkt. Dabei wei√üt du, dass du nicht allwissend, ein Guru auf deinem Gebiet sein musst, sondern es ausreichend ist, ein paar Schritte weiter zu sein, als deine Kund*innen, um ihnen weiterhelfen zu k√∂nnen.

    Glaubenssatz #5: Bei XYZ sieht es immer so leicht aus

    Der Gedanke: Im Vergleich mit anderen stellst du fest, dass diese vermeintlich viel schneller, viel leichter, ohne Zweifel, authentischer,…. in der Umsetzung sind und an ihr Ziel gelangen. Warum ist es bei dir anders?¬†

    Das Resultat: Diese Gedanken verunsichern verst√§ndlicherweise. Dabei vergleichen wir oft Birnen mit √Ąpfeln. Zum Beispiel vergleichst du dich als Anf√§ngerin mit den erfolgreichsten in deiner Branche und hast gar nicht im Blick, welchen Weg sie schon gegangen sind. Oder aber du vergleichst dich mit einem Mini-Ausschnitt aus ihrem Business – n√§mlich das, was sie in der Insta-Story teilen. Dass das in der Regel nur einen ausgew√§hlten und kleinen Teil der Realit√§t zeigt, blendest du dabei aus. Im direkten Vergleich ziehst du damit allerdings erstmal den K√ľrzeren und bleibst dir selbst nicht mehr treu. Du eiferst anderen nach und kannst dabei ja gar nicht authentisch bleiben. Oder die Verunsicherung l√§sst dich erstarren und du traust dich erst gar nicht, dich zu zeigen.

    Was dahinter stecken könnte: Auch hier landen wir wieder beim Selbstwert und Selbstbewusstsein. Du bist dir unsicher, ob du das so richtig machst und schaust daher nach rechts und links und vergleichst dich mit anderen. 

    Wenn wir es aufl√∂sen: Mit einem gest√§rkten Selbstbewusstsein, f√§llt es dir leichter, f√ľr dich einzustehen und deinen eigenen Weg zu gehen. Deinen Entscheidungen zu vertrauen und anzuerkennen, dass du dabei auch Fehler machen darfst. Du bist dir dessen bewusst, dass du deine eigenen Erfahrungen machen wirst und auf dem Weg lernst, was am besten f√ľr dich funktioniert. Durch das Wissen um deine eigenen Werte, l√§sst du dich von anderen nicht so leicht ablenken, indem du dich mit ihnen vergleichst. Vielleicht ist dann die Entscheidung gegen Instagram genau die richtige f√ľr dich, obwohl gef√ľhlt die ganze Business-Welt dir dazu r√§t, und alle dort vertreten sind. Wichtiger ist aber, zu erkennen, was f√ľr dich ganz individuell passt und dir treu zu bleiben.

     

    Jetzt hast du ein paar Beispiele gelesen, wie unsere Gedanken und auch die dazugeh√∂rigen Emotionen dahinter, dein Marketing beeinflussen k√∂nnen. Es gibt nat√ľrlich noch einige mehr, aber ich denke, dir wird der Zusammenhang klar.¬†

    Und soll ich dir was sagen? Ich kenne wirklich jeden einzelnen dieser Gedanken auch von mir selbst. Deshalb weiß ich aus eigenen Erfahrungen, wie wichtig es ist, sich damit auseinanderzusetzen, wenn du im Business weiterkommen möchtest. Wie das funktioniert? Da gibt es jede Menge Tools und Tipps. Was mir immer geholfen hat, war der Austausch mit anderen, Business-Buddies, Kolleginnen oder auch gerne mit einem Coach oder Mentor. Alleine bleiben uns oft unsere blinden Flecken verborgen.

    Findest du dich auch in dem einen oder anderen Gedanken wieder? Wenn du dir Unterst√ľtzung bei der Aufl√∂sung w√ľnschst, damit du endlich sichtbar wirst f√ľr (potenzielle) Kund*innen und deine Angebote mit Leichtigkeit verkaufen kannst, dann schreib mir gern eine Mail an hej@stephi-z.de Wir finden gemeinsam heraus, wie ich dich unterst√ľtzen kann. Eine erste Idee bekommst du hier

     

    Online Marketing und Mindset