Jede Plattform, jedes Business oder jede Nische hat so seine eigenen Mythen. Irrglauben, die die Mehrzahl der Menschen für richtig erachten, die aber schlicht und einfach nicht richtig sind. Auch über meine liebste aller Plattformen, Pinterest, gibt es den ein oder anderen Mythos.

In diesem Blogartikel  habe ich insgesamt 8 Pinterest Mythen zusammengesucht, die ich heute entkräften möchte.

Pinterest Mythos #1: Pinterest ist ein Social-Media-Kanal

No, non, nej, nein, ne, naah, nie, nei – diese Aussage ist nicht richtig! Aber ein Mythos, der sich sehr hartnäckig hält. Ich werde es allerdings nicht leid, es zu wiederholen. Pinterest ist KEIN (!) Social-Media-Kanal, sondern eine visuelle Suchmaschine

Eigentlich eher mit Google zu vergleichen, als mit Instagram. Klar, es gibt ein paar soziale Features, wie die Kommentarfunktion, die Gruppenboards oder, dass du auf Videos mit einem Emoji reagieren kannst. Aber das alles wird wirklich selten genutzt und spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Pinterest Nutzer*innen suchen nach Inspiration, nach Lösungen für ihr Problem oder nach neuen Ideen! Sie wollen sich nicht vernetzen oder mit anderen austauschen, sondern ihre Funde auf Pinnwänden sammeln, um sie später auch wiederzufinden. Allerdings geht das eben nur, wenn man sich vorher angemeldet und einen eigenen Account hat. Und ich vermute, dass genau das (man muss sich dort anmelden, um die Plattform zu nutzen) dazu führt, dass Pinterest in die Ecke der Social-Media geschoben wird. Denn bei den klassischen Suchmaschinen muss man sich nicht zwingend anmelden, um nach etwas zu suchen.

 

Pinterest Mythos #2: Für Pinterest brauche ich ´ne Menge Zeit

Diese Aussage hängt vermutlich mit Aussage #1 zusammen. Denn, wenn du Instagram, Facebook und Co. als Marketingkanal für dein Business nutzen möchtest, brauchst du ne Menge Zeit. Und der Hauptgrund ist die Durchführung des Community Management:

Präsent sein, sich in Storys zu zeigen, Posts erstellen, welche andere zum Interagieren anregen, bei anderen kommentieren, und und und. Da ist ja ganz klar, dass das nicht mal eben in 3 Minuten getan ist. 

Bei Pinterest verläuft es jedoch anders, hier fällt das Community Management so gut wie weg. Wie bereits oben erwähnt, wird die Kommentar- und Nachrichtenfunktion recht selten genutzt. Ich selbst bin nicht annähernd jeden Tag in den Pinterest Accounts meiner Kund*innen oder in meinem eigenen Account eingeloggt und das muss du auch nicht sein. Perfekt also für introvertierte Menschen, wie mich.

Was ich dir aber nicht verschweigen möchte: Der strategische Aufbau deines Pinterest Accounts, der benötigt eine gewisse Zeit. Und diese solltest du auch unbedingt investieren! Denn nur mit einer guten Keywordrecherche und einem strategisch gut aufgesetzten Account, wirst du langfristig Erfolge verzeichnen können.

pinterest für anfänger

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Pinterest Mythos #3: Ich brauche kein Pinterest – wenn ich Instagram habe

(sagen oft auch diejenigen, die denken Pinterest sei sehr zeitaufwendig)

Joa, klar! Brauchen tust du es nicht. Aber vielleicht solltest du es mal von einer anderen Perspektive betrachten. Was bringt dir Instagram? Du kommst in den direkten Austausch mit deinen Wunschkund*innen. Du baust dir dort eine Community auf und im besten Fall gewinnst du auch dort Kund*innen. Soweit so gut! Aber:

Instagram Nutzer*innen verlassen nicht so häufig die Plattform und die wenigsten kommen so auf deine Website

Bei Pinterest sind die Nutzer*innen es gewohnt, auf Pins zu klicken und somit die Plattform zu verlassen. Sie sind interessiert an deinen Themen und daran, was sie hinter dem Pin erwartet und Pinterest-Nutzer*innen zählen auch eher zu den kauffreudigen. Sie gehen oft schon mit einer Absicht etwas Bestimmtes zu kaufen, auf Pinterest-Suche. Und das ist natürlich mega, wenn du selbst etwas verkaufen möchtest. 

Letzten Endes ist es natürlich deine Entscheidung, auf welchen Marketingkanal du setzt. Allerdings kannst du mit mehreren Kanälen auch verschiedene Ziele verfolgen und erreichen. 

Pinterest Mythos #4: Ich muss für Pinterest jeden Tag neuen Content produzieren

Diesen Mythos kann ich total nachvollziehen!  Bevor ich mich intensiv mit dem Thema Pinterest-Marketing auseinandergesetzt habe, stellte ich mir auch das ein oder andere Mal die Frage:

Wie um alles in der Welt schafft man es 10x am Tag zu pinnen und das konsequent jeden Tag?

Vermutlich habe ich da auch eher aus der Social-Media Perspektive gedacht. Dort bedeutet nämlich jeder einzelne Post eine Neukreation. Das ist zum Glück bei Pinterest nicht so. Es ist gar nicht so unüblich, dass du aus einem Blogartikel mehrerer Pins erstellst. Aber auf keinen Fall 100 Stück, um 100x zu pinnen. Es ist ganz einfach: Pinne ein und denselben Pin einfach auf mehrere Pinnwände. Jedes Pinnen zählt dann als einzelner Pin – und das ist auch schon das Geheimnis dahinter. 

Und falls du aus irgendwelchen Gründen keine neue Blogartikel erstellst, ist das auch nicht weiter schlimm. Erstelle einfach neue Pins zu einem bereits bestehenden Pin und schon zählt das für Pinterest als frischer Content. Am besten nutzt du dann auch noch das Scheduling Tool Tailwind, um deine Pins einzuplanen. Dann ist es wirklich ganz easy mehrere Tage oder auch Wochen Content vorzuplanen. 

Pinterest Mythos #5: Pinterest ist nur was für Frauen

Ja, natürlich, denn dort werden sowieso nur Bastelanleitungen und Rezepte geteilt – so “Frauenthemen” (siehe Mythos #6) – ich hoffe, du hast den ironischen Unterton herauslesen können. 

Aber jetzt mal Klartext: Es ist schon so, dass der Großteil der Pinterest Nutzer*innen (noch) weiblich ist. Aber eben nicht nur. Auch Männer entdecken vermehrt die Plattform für sich und warum auch nicht.

Achtung jetzt kommt die nächste Klischeekiste: Mit Pinterest kannst du auch wunderbar Heimwerkerprojekte, Auto-Pimp-Geschichten oder auch den gemeinsamen Urlaub mit den Liebsten planen. Nein, ganz ehrlich, auf Pinterest gibt es eine Unmenge an Themen, die du erforschen und entdecken kannst und somit sind wir auch schon bei Mythos #6.

Pinterest Mythos #6: Pinterest ist nur für DIY, Hochzeit, Mode und Inneneinrichtung relevant

Ich habe es gerade schon angesprochen, du kannst auf Pinterest bei weitem nicht nur Modepins oder DIY Projekte entdecken. Die Plattform ist wirklich extrem vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas

Klar, es gibt einfach Themengebiete, die sind auf der Plattform extrem beliebt und bietet sich sehr gut dafür an. Alles rund um Tutorials und Anleitungen, aber auch visuelle Themen wie Fotografie und Beauty passen einfach wie die Faust aufs Auge zu Pinterest. Aber es gibt wirklich so so viele Themen, die es daneben eben auch noch gibt. 

Geh einfach mal zur Pinterest Suche und gib dein Thema ein. Du wirst schnell sehen, ob nach deinem Thema gesucht wird. Mehr zum Thema Pinterest SEO und Keywords gibt es in diesem Blogartikel. 

Pinterest Mythos #7: Pinterest bringt dir als Traffic-Booster über Nacht tausende neue Websitebesucher

Wenn du es strategisch gut angehst, kann Pinterest dir eine Menge neuer Website-Besucher*innen bringen – eben ein wahrer Traffic Booster sein. Dieser Teil der Aussage stimmt also. Aber nicht über Nacht!

Pinterest braucht einfach Zeit. Der Algorithmus muss erstmal lernen, deine Pins, deine Themen und welche Personen deine Pins klicken, damit deine Pins besser ausgespielt werden. Und das geht eben nicht über Nacht. Laut Pinterest kannst du nach 6 bis 9 Monaten (!) feststellen, ob Pinterest für dich funktioniert oder eben nicht. Deswegen ist es extrem wichtig, Geduld mitzubringen

Du selbst musst ja auch erst einmal herausfinden, welche deiner Pins besonders gut ankommen bei den Pinterest-Nutzer*innen und kannst dann mithilfe der Pinterest Analytics sehen, was du weiter testen kannst. Kommen bestimmte Farben besonders gut an? Was haben gut performende Pins gemeinsam? Und dann kannst du mehr davon produzieren. 

Pinterest ist keine starre Plattform, was ich persönlich auch sehr spannend finde. Es gibt nicht die eine Praxis, die über Jahre hinweg funktioniert. Sondern es heißt immer wieder Ausprobieren, Anpassen und offen für neue Dinge sein.

Pinterest Mythos #8: Pinterest ist total kompliziert

Oh ja, ein ganz häufiger Mythos…

Und ja, ich kann es verstehen, wenn du dich zum ersten Mal anmeldest, dann ist es schon was ganz anderes. Es ist recht vielschichtig mit den Pinnwänden, Pins, Homefeed, dem Folgefeed und und und. Und dann das Ganze noch als Marketing-Kanal nutzen und strategisch gut aufsetzen, wenn du noch nicht mal die ganzen Begrifflichkeiten verstehst…

Aber wenn du erst einmal dahinter gestiegen bist, ist es gar nicht mehr kompliziert. 

Und dafür gibt es natürlich auch Mittel und Wege. Natürlich kannst du dir alles in mühevoller Kleinstarbeit über Blogs, YouTube Videos und Co zusammensuchen. Oder du nimmst die Abkürzung und ich unterstütze dich 1:1 bei meinem Pinterest-Starter-Coaching, bei dem du gemeinsam mit mir deinen Pinterest Account so aufsetzt, dass deinem Pinterest-Erfolg nichts mehr im Wege steht.  

Zusammenfassung

Und hier nochmal alle Pinterest-Mythen im Überblick:

#1 Pinterest ist ein Social-Media-Kanal

#2 Für Pinterest brauche ich ´ne Menge Zeit

#3 Ich brauche kein Pinterest – wenn ich Instagram habe

#4 Ich muss für Pinterest jeden Tag neuen Content produzieren

#5 Pinterest ist nur was für Frauen

#6 Pinterest ist nur für DIY, Hochzeit, Mode und Inneneinrichtung relevant

#7 Pinterest bringt dir als Traffic-Booster über Nacht tausende neue Websitebesucher

#8 Pinterest ist total kompliziert

Und jetzt lass mich gerne wissen, welchen Mythos konnte ich heute für dich entkräften?

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